Runmarö - die große Insel mit wildem Herz

Auf Runmarö sind Insulaner, die das ganze Jahr über auf der Insel wohnen, noch in der Überzahl. Hier gibt es Schule, Bauernhof, Kapelle, neun Süßwasserseen und seltene Orchideen. Dabei liegt die Insel noch „off the beaten track”. Für Naturliebhaber ist die Insel ideal, ein Tag auf Runmarö fühlt sich wie ein langes Wochenende an. Die Insel eignet sich zum Schwimmen gehen, Kajaks mieten oder auch um sich anzuschauen, wie ein kleiner Bauernhof im Schärengarten betrieben werden kann.

Anreise
Wenn auf Sandhamn übernachtet wurde, fährt am Vormittag ein Schiff von der Insel nach Stavsnäs und dauert 45 Minuten. Von Stavsnäs aus geht es mit einem zweiten Schiff 5 Minuten zum Hafen Styrsvik, der auf der Westseite der Insel Runmmarö liegt.  Von Stockholm mit dem Bus von Slussen aus nach Styrsvik.

Für genaue Informationen zu den öffentlichen Verkehrsmittel, siehe die deutschsprachige Homepage von SL www.sl.se

Es empfiehlt sich unbedingt Fahrräder zu mieten, um die Insel zu erkundigen, da sie zu groß ist, um zu Fuß besichtigt werden zu können. Fahrräder können bei „Runmarö Lanthandel” in unmittelbarer Nähe der Fähre gemietet werden.

11.30 Fahrradausflug
Mit dem Fahrrad erstmal einen knappen Kilometer grade aus der Straße entlang zur Bäckerei/ Konditorei „Låttas Bageri” fahren, um für den Tag schwedische Zimtschnecken und belegte Brote zu kaufen. Im Geschäft auch nach einem Plan der Insel fragen, der meist kostenlos verfügbar ist.

Mit dem Fahrrad kann Richtung Südost gefahren werden zu „Solberga gård”. Hier betreibt Gun, eine für den Schärengarten zertifizierte Stadtführerin, zusammen mit ihrer Familie einen kleinen Bauernhof. Die leidenschaftliche und gebürtige Insulanerin hat mehrere Schafe, züchtet Champignons, die in dem kalkhaltigen Boden besonders gut wachsen und vermietet Kajaks. Gun mit Familie verkörpert die Lebensart der Bewohner des Schärengartens. Um auf den Inseln das ganze Jahr über leben zu können, müssen die Insulaner kreativ sein und mehrere Gewerbe gleichzeitig führen können. Im Hofverkauf des Bauernhofs können beispielsweise Schafsfelle erworben werden, Öko-Eis, oder den köstlichen „Björksav”. Dabei handelt es sich um ein typisches regionales Produkt, welches aus dem Saft der Birken hergestellt wird – unbedingt probieren!

12.30 Telegrafenberg
Ein kurzes Stück weiter der Straße entlang befindet sich „Telegrafberget”, der Telegrafenberg. Dort stand früher der optische Telegraf der Insel. Wer die Fahrräder unten am Berg stehen lässt, wird mit einer wunderbaren Aussicht über die angrenzenden Schären belohnt. Oben auf dem Berg kann das mitgebrachte Mittagessen von „Låttas Bageri” verzehrt werden.

13.00
Runmarö hat, in Gegensatz zu Sandön oder Bullerön, ganze neun Süßwasserseen, diese heißen auf schwedisch manchmal „träsk”. Direktübersezt heißt das auf deutsch Sumpf, besonders in Nord- und Mittelschweden werden Seen aber auch als „träsk” bezeichnet. Besucher sollten sich davon nicht abschrecken lassen, die Seen Runmarös eignen sich sehr gut zum Schwimmen.

Die Fahrräder können an der Kreuzung bei der Galleri Vreten stehen gelassen werden. Den Weg an der Westseite des Sees einschlagen und nach Norden spazieren. Beim Spazieren können mit ein bisschen Glück die verschiedenen Orchideensorten der Insel bewundert werden. Auf Runmarö wachsen über die Hälfte der verschiedenen Orchideenarten Schwedens. Gemessen an der Fläche ist Runmarö die Insel mit der größten Artenvielfalt an Orchideen in ganz Schweden. Am See Viträsk kann z.B. die schöne „Adam und Eva” gefunden werden.

An heißen Tagen kann auch wunderbar im Viträsk gebadet werden. Einfach den Waldweg verlassen, wenn das Blau des Sees aus den Wäldern hervorblickt. Von den Klippen aus kann gebadet werden. Alternativ kann auch später an der Nordseite des Sees gebadet werden.

Am Ende des Waldwegs auf der linken Seite liegt der Hauptort Runmarös „Uppeby”. Hier befinden sich die Schule, die Kapelle, die Bibliothek usw. Danach den Weg nach Rechts folgen, nördlich des Sees weiter spazieren nach „Kila”, und dann den Weg Richtung Süden folgen, an der Kreuzung rechts abbiegen, bis die Fahrräder wider zu sehen sind. Der ganze Spaziergang dauert je nach Tempo und Neugier etwa anderthalb Stunden. Mit Baden natürlich länger.

14.30
Zurück nach Styrsvik und Fahrradrückgabe.

Ca 15.00
Bootsfahrt zurück nach Strömkajen. Montag bis Donnerstag kann die lange Bootsfahrt von Runmarö aus zurück nach Stockholm gemacht werden. Man fährt dann über Saltsjöbaden (die Schiffe sind aufeinander abgestimmt) zurück, ein edler Vorort mit einem wunderschönem Hotel. Die ganze Fahrt dauert vier Stunden. Somit sieht man den äußeren, mittleren und inneren Teil des südlichen Schärengartens. Das Schiff kommt um ca 19 Uhr wieder im Herzen Stockholms bei Strömkajen an. An Bord des Schiffs können leichtere Speisen erworben werden.

Freitag bis Sonntag fährt kein Schiff am Nachmittag von Runmarö nach Strömkajen. Der einfachste Weg zurück führt wieder über Styrsvik und danach per Bus oder nach Stockholm weiter. Die Reise dauert etwa eine Stunde und zwanzig Minuten.

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