Bullerö- letzter Posten vor dem offenen Meer

  • bullerö hamn

    Bullerö Foto: Jessica Thorell

Auf der Insel stehen eine Hand voll Häuser. Zwei davon sind die Jugendherberge mit Platz für acht Personen, dann der Inselvorsteher und noch das Jagdhaus des mittlerweile verstorbenen schwedischen Künstlers Bruno Liljefors. Auf der Insel sind Sie in guter Gesellschaft, Charlie Chaplin und Greta Garbo waren hier bereits zu Gast. Der Schärengarten ist wild, rau und bei schlechtem Wetter unfreundlich. Wer zur Insel Bullerö fährt, muss sich der Insel anpassen und alles selber mitbringen, was verzehrt werden soll. Im Gegenzug bietet die Insel einzigartige, unberührte Natur und das Gefühl, dass man einmal im Leben Herr einer eigenen Insel ist. Bullerö blieb bis vor kurzem nur für Reisende mit eigenem Schiff zugänglich. Seit 2011 kann man mit dem Bootstaxi von Stavsnäs aus nach Bullerö fahren. Unbedingt beachten - bei schlechtem Wetter ist ein Besuch der Insel nicht zu empfehlen!

Abfahrt am Morgen mit der Madame.
Die Insel kann entweder von Sandhamn aus erreicht werden (Abfahrt ca 07.00) oder von Stockholm aus. In beiden Fällen muss in Stavsnäs umgestiegen werden. Wer von Stockholm aus losfährt, sollte vom Knotenpunkt "Slussen" mit dem Bus fahren.

Von Stavsnäs aus kann mit der Bullerö-Fährenlinie nach Bullerö weitergefahren werden, Abfahrt ca 08.50. Diese fährt jedoch nur Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag. Dienstag und Donnerstag ist die Insel damit nicht erreichbar. Die Fähre muss am Tag vor der geplanten Abreise vorreserviert werden, unter der Telefonnummer 08-571 501 00. Es dauert von Stavsnäs etwa eine Stunde bis Bullerö.

Ca 09.50 Ankunft
Bei der Ankunft ist darauf zu achten, dass Bullerö Naturschutzgebiet ist. Bei Fragen ist Jan Olsén, der Vorsteher der Insel für Fragen zuständig. Er wohnt auch auf der Insel.

10.00 Das Jagdhaus
Wer an den roten Häuschen vorbeigeht, wo die Jugendherberge Bullerös zu finden ist, und an der Kreuzung nach Links abbiegt, dann an den Schafen vorbeigeht, sieht bald ein braunes Holzhaus. Heute befindet sich dort ein Museum über die Insel – aber vor allem über Bruno Liljefors – der vielleicht berühmteste Naturmaler Schwedens. Er erwarb 1908 die Insel um dort jagen, feiern und malen zu können. Um an die scheuen Vögel heranzukommen, hatte der Maler seine Tricks: Er ließ unter anderem Heringe auf den Klippen ausbreiten, um in der Nähe der Seeadler zu kommen. Feiern tat er nicht alleine, sondern zusammen mit seinen Freunden, wie z.B. dem Flieger Carl Cederström oder dem Maler Anders Zorn. Frauen waren nicht erlaubt.

10.30 Spaziergang
Um die Insel zu erkunden, gibt es zwei verschiedene Spaziergänge zur Auswahl, den „Weg der Kultur", der vom Hafen bis zu dem kleinen Museum auf Bullerö führt, oder den „Weg der Natur" der länger ist und wo die Natur der Insel anhand verschiedener Stationen vorgestellt wird.

11.45 Baden
Torsten Krüger hat 1923 Bullerön Bruno Liljefors abgekauft. Eine Geschichte besagt, dass er, als Zarah Leander zu Gast war, den Sandstrand hat errichten lassen, da Leander nicht von den Klippen baden konnte. Damen schritten damals ins Wasser und sprangen nicht von den Klippen ins Meer. Dieser besagte Sandstrand ist auf der Ostseite der Insel zu finden. Je nach Lust und Laune kann am Nachmittag gebadet oder die Insel weiterhin auf eigene Faust erkundet werden.

Die aktuellen Fahrpläne für Hin- und Rückfahrt finden Sie auf der Hompage der öffentlichen Verkehrsmittel in Stockholm: www.sl.se

Übernachtung
Auf der Insel kann auch in der vielleicht kleinsten Jugendherberge des Schärengartens übernachtet werden. Insgesamt gibt es acht Schlafplätze, diese sind allerdings so beliebt, dass sie Monate vorher reserviert werden müssen. Wer Glück hat und vielleicht durch eine Absage an eines der begehrten Zimmer kommt, sollte darauf achten, vor Reiseantritt genug Proviant mitzubringen. Bei zu heftigem Wind, kann kein Schiff die Insel erreichen. Planmäßige Abfahrten können dadurch um Tage verzögert werden.

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