UN-Vertretung

Die Schwedische Botschaft fungiert auch als Schwedens ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen in Wien (UN).

Kontaktangaben zu den zuständigen Personen der jeweiligen Organisationen finden Sie hier

In folgenden Organisationen ist Schweden vertreten:

IAEA (International Atomic Energy Agency)

Die Internationale Atomenergiebehörde wurde 1957 zum Zweck der friedlichen Nutzung der Atomenergie gegründet. Derzeit kommen Kernenergie und radioaktive Strahlung in einer breiten Palette friedlicher Nutzungsmöglichkeiten zum Einsatz, wie zum Beispiel in der Medizin, der Wasserwirtschaft, in Produktionsprozessen, zur Stromerzeugung und in der Landwirtschaft. Die IAEA überprüft, dass jene Mitgliedsländer, die sich zur ausschließlich friedlichen Nutzung der Kernenergie verpflichtet haben, dieser Verpflichtung auch nachkommen. Derzeit sind 162 Staaten Mitglieder.

Die IAEA ist eine Organisation der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Wien. Zwischen 1961 und 1997 hatte die IAEA zwei schwedische Generaldirektoren – Sigvard Eklund und Hans Blix. Der derzeitige IAEA Generaldirektor heißt Yukiya Amano.

CTBTO (Preparatory Commission for the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization)

Die Organisation des Vertrages über ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen wurde 1996 in New York gegründet. Der Vertrag verbietet weltweit jegliche Versuchsexplosion von Kernwaffen sowie andere nukleare Explosionen in der Erdkruste, der Atmosphäre, den Weltmeeren und im Weltraum. Er tritt in Kraft, sobald er durch alle (in Annex 2 des Vertrages angeführten) 44 Staaten mit Nuklearpotential unterzeichnet und ratifiziert worden ist.

Die CTBTO hat seit 1997 ihren Sitz in Wien. Im Sommer 2014 hatten 183 Staaten den Vertrag unterzeichnet und 162 haben ihn bereits ratifiziert. Leiter der CTBTO ist Lassino Zerbo aus Burkina Faso (seit 2013).

UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime)

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung ist führend im internationalen Kampf gegen Drogen und Kriminalität. UNODC informiert über die Gefahren des Suchtgiftmissbrauchs, forciert internationale Maßnahmen gegen die Herstellung von und den Handel mit Drogen, fördert präventive Maßnahmen gegen Drogenmissbrauch und bietet Information, Analysen und fachliches Know-how zu Fragestellungen im Zusammenhang mit Suchtgiften.

1997 gegründet, besteht die UNODC aus einem Drogenkontrollprogramm und einer Kommission für Verbrechensbekämpfung. Leiter der UNODC ist seit 2010 Herr Yury Fedotov.

UNIDO (United Nations Industrial Development Organization)

Die Organisation für industrielle Entwicklungszusammenarbeit wurde 1966 gegründet und ist seit 1985 die Fachorganisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung mit derzeit 171 Mitgliedsstaaten. Der Chinese Li Yong ist seit 2013 Unidos Generaldirektor. Schweden war von Anfang an Mitglied der Organisation.

COPUOS (Committee on the Peaceful Uses of Outer Space)

Ziel des Kommitees mit Sitz in Wien ist die friedliche Nützung des Weltalls durch ein Regelwerk, das von den Vereinten Nationen aufgestellt wurde. COPUOS wurde 1959 gegründet und beschäftigt sich mit Fragen wie z.B. Satellitenanwendung und "Weltall-Schrott".

UNCITRAL (United Nations Commission on International Trade Law)

UNCITRAL wurde im Jahr 1966 gegründet. Damit wurde anerkannt, dass die Ungleichheiten in den jeweiligen Landesgesetzen, die den internationalen Handel regeln, Hindernisse für diesen darstellen. Die Kommission für internationales Handelsrecht, die abwechselnd in Wien und New York tagt, fördert die Harmonisierung des internationalen Handelsrechts. Dazu gehören Themen wie die internationale Schiedsgerichtsbarkeit und das internationale Kaufrecht. Insgesamt hat die UNCITRAL 60 Mitgliedsstaaten.

Wassenaar

Das Wassenaar-Abkommen über Exportkontrollen für konventionelle Waffen und "dual use"- Güter und Technologien ist ein seit 1996 bestehendes multilaterales Abkommen zwischen 33 Staaten. Das Sekretariat in Wien wird vom Neuseeländer Philip Griffiths geleitet.

HCOC (The Hague Code of Conduct against the Proliferation of Ballistic Missiles)

"Der Verhaltenskodex zur Verhinderung der Weiterverbreitung ballistischer Raketen" ist eine politisch verpflichtende Übereinkunft, die im November 2002 auf der Staatenkonferenz in Den Haag getroffen wurde. Die internationale Staatengemeinschaft verstärkt damit ihre Bemühungen zur Verminderung der Weiterverbreitung ballistischer Raketen, die Trägersysteme für Massenvernichtungswaffen sein können. Der Haager Kodex wurde von über 100 Staaten unterzeichnet und soll den Bereich der ballistischen Raketen international regeln. Die zentrale Kontaktstelle für den Haager Kodex ist das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten.

 

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