Nach Schweden ziehen

Wenn Sie nach Schweden ziehen, um dort zu leben und zu arbeiten, vergessen Sie bitte nicht, sich bei den Behörden anzumelden. Nachfolgend die wichtigsten Schritte kurz zusammengefasst:

1. Aufenthaltsrecht / Aufenthaltserlaubnis
Information finden Sie unter der Rubrik Aufenthaltsrecht / Aufenthaltserlaubnis

2. Beantragung einer Personennummer (personnummer)
Informationen finden Sie unter der Rubrik Personennummer

3. Beantragung einer ID-Karte
Nach dem Erhalt einer Personennummer ist es empfehlenswert, eine schwedische ID-Karte (ID-kort) zu beantragen. Eine ID-Karte benötigen Sie im Alltag zum Beispiel, wenn Sie mit Kreditkarte bezahlen oder bei der Post ein Paket abholen wollen. Ein Pass wird in der Regel nicht als Ausweisdokument akzeptiert. Es gibt zwei Sorten von ID-Karten in Schweden: die nationale ID-Karte, die dem deutschen Personalausweis entspricht und deshalb nur von schwedischen Staatsbürgern erworben werden kann, und eine ID-Karte, die vom schwedischen Zentralamt für Finanzwesen (Skatteverket) ausgestellt wird.  Ausfürliche Informationen dazu finden Sie auf der Homepage von Skatteverket:
> www.skatteverket.se

4. Eröffnung eines Bankkontos für Privatpersonen
Für die Auszahlung Ihres Lohns/Gehalts benötigen Sie ein schwedisches Bankkonto. Schwedische Banken unterliegen einer Vertragsverpflichtung, d. h. dass Konten, die von der Bank angeboten und von der Auszahlungsgarantie an Einleger im Insolvenzfall der Bank (insättningsgarantin) umfasst werden, von allen Personen unabhängig von Wohnort oder Staatsangehörigkeit eröffnet werden können müssen. Allerdings sind die Banken formell nicht verpflichtet, darüber hinaus weitere Dienstleistungen anzubieten. Die Auszahlungsgarantie an Einleger im Insolvenzfall der Bank umfasst eine Entschädigung von höchstens 100.000 Euro (Januar 2011). In Deutschland ansässige Personen sollten also Bankkonten bei schwedischen Banken eröffnen können sollen, vorausgesetzt, sie können sich zweifelsfrei ausweisen und suchen persönlich eine Bankfiliale in Schweden auf.

Die Bank kontrolliert die Identität einer Person, die kein schwedisches Ausweisdokument besitzt, durch deren Pass oder ein anderes Ausweisdokument von einer Behörde oder einer anderen ausstellungsbefugten Stelle, aus dem die Staatsangehörigkeit hervorgeht. Als potenzieller Bankkunde sollte man sich zudem auf weitere Fragen einstellen, z. B. wofür man sein Konto verwenden möchte (Anzahl der Transaktionen, Summen etc.) und woher die Gelder kommen, die auf das Konto eingezahlt werden (Gehalt oder andere Transaktionsformen). Die nachfolgende Broschüre in englischer Sprache erklärt, warum die Bank bestimmte Fragen stellen muss:
> www.penningtvatt.se

Schwedische Banken können eigene Kundennummern für Kunden ohne schwedische Personennummer ausgeben. Dies geschieht nach der Kontrolle der Ausweisdokumente durch die Bank.

5. Beim Schwedischen Sozialversicherungsamt (Försäkringskassan) Mitglied der Krankenkasse werden
Wenn Sie in Schweden gemeldet und wohnhaft sind, werden Sie automatisch in die sozialen Sicherungssysteme integriert. Bei Försäkringskassan sind die Krankenkasse und die Elternversicherung angesiedelt.

Das Kundencenter Privat hält Service und Informationen für Sie bereit und bearbeitet Ihre Angelegenheiten. Wenn Sie eingangs die 8 wählen, gelangen Sie zu einem Englisch sprechenden Sachbearbeiter. Für Anrufer aus dem Ausland hat Försäkringskassan das Kundencenter Privat Ausland eingerichtet:
Tel.: 0046-771-524 524
www.forsakringskassan.se

6. Schwedisches Zentralamt für Finanzwesen (Skatteverket)
Beim Skatteverket erhalten Sie auch Informationen zum Thema Steuern in Schweden, etwa, wenn Sie in Schweden eine Immobilie erwerben:
> www.skatteverket.se


Stand: März 2013

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