EmbassyDads

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    EmbassyDad Staffan Hemrå Foto: .

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    EmbassyDad Per Thöresson Foto: .

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    EmbassyDad Johan Ekerhult Foto: .

Am Internationalen Frauentag wollen wir den Fokus auf die Männer richten. Denn in Schweden ist es selbstverständlich, dass die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur eine Angelegenheit der Frauen ist. Auch deshalb hat Schweden seit Herbst 2014 die erste feministische Regierung der Welt.

Die Gleichstellung der Geschlechter ist auch grundlegendes Ziel der schwedischen Außenpolitik, die sich für die Repräsentation, die Rechte und Ressourcen von Frauen weltweit einsetzt, damit Frauen und Männer über die gleiche Macht verfügen, die Gesellschaft und ihr eigenes Leben zu gestalten.

Ministerpräsident Stefan Löfven ist erklärter Feminist und unterstützt ebenso wie unser Botschafter Per Thöresson die UN-Initiative HeForShe

Anlässlich des Frauentags geben Botschafter Per Thöresson sowie Gesandter Staffan Hemrå und der Botschaftssekretär Johan Ekerhult im Rahmen unserer Kampagne EmbassyDads Einblick in ihren Arbeitsalltag.

In einem Kurzinterview erklären sie, wie sie sich beruflich und privat für Gleichstellung engagieren und ihre Arbeit als Diplomat und ihre Aufgaben als Vater in Einklang bringen:

 

Welche Rolle spielt der Internationale Frauentag für dich?

Per Thöresson

Er ist vor allem eine wichtige Erinnerung daran, dass wir noch viel zu tun haben, um die Gleichstellung von Frauen und Männern – und von Mädchen und Jungs – zu erreichen.

Staffan Hemrå
Die Nordischen Botschaften richten jedes Jahr zum Frauentag ein Netzwerktreffen aus, das mir die Möglichkeit gibt, Männer und Frauen zu treffen, die sich in Deutschland für die Gleichstellung einsetzen. Schwedens feministische Außenpolitik bietet einen guten Rahmen für unsere Aktivitäten auf dem Gebiet.

Johan Ekerhult
Er erinnert uns daran, dass noch viel für die Gleichstellung der Geschlechter getan werden muss. Ich persönlich versuche aber eher an jedem Tag gleichgestellt zu leben, anstatt nur einen einzelnen Tag zu feiern.

 

Was tust du für mehr Gleichstellung in der Gesellschaft?
 

Per Thöresson
Wie man auch an meinem Twitterprofil erkennt, unterstütze ich die Kampagne HeForShe, eine Initiative der UN, die vor allem an Männer appelliert, sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen.
Wenn wir die „Gläserne Decke“ aufbrechen wollen, müssen sich auch Männer engagieren. Ich bin außerdem zu 100 Prozent von der feministischen Außenpolitik überzeugt und versuche ihr gerecht zu werden – bis vor kurzem bei der UN in New York und nun in Berlin.

Staffan Hemrå
An der Botschaft ist die Gleichstellung ein Ziel, dass unsere gesamt Arbeit durchdringt. Während meiner Zeit in Berlin hatte ich Gelegenheit, Vorträge über die schwedische Kinderbetreuung zu halten und an Podiumsdiskussionen zu Elternzeit teilzunehmen. Mit letzterer habe ich auch privat sehr gute Erfahrungen machen dürfen. Meine Frau und ich haben zwei Töchter und zwei Söhne. In ihrer Erziehung machen wir keine Unterschieden und versuchen dafür zu sorgen, dass sie die gleichen Möglichkeiten im Leben haben.

Johan Ekerhult
Ich erledige meinen Anteil im Haushalt – von der Hausaufgabenhilfe bis zum Essenkochen. Nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Mir macht es genauso viel Spaß,
mit meinem Sohn Eierkuchen zu backen wie mit ihm Fußball zu spielen. Ich hoffe, dass irgendwann alle Väter das Recht auf Elternzeit bekommen. Vaterschaftsurlaub ist ein Vorzug, der die Gleichstellung sowohl in der Familie als auch in der Gesellschaft insgesamt fördert.
Beruflich habe ich das Privileg, eine feministische Außenpolitik zu betreiben. Ich glaube, für diese Aufgabe brennen alle Diplomaten, die gesehen haben welche Herausforderungen es gibt, nicht zuletzt außerhalb der schwedischen Grenzen.

 

Wie bringst du im Alltag deine Arbeit als Diplomat und deine Rolle als Vater in Einklang?
 

Per Thöresson
Meine Töchter sind mittlerweile flügge und leben in Göteborg, aber früher war es schon ein ständiges Jonglieren. Ich habe immer versucht, z.B. Elterngesprächen in der Schule den Vorzug gegenüber diplomatischen Treffen zu geben.

Staffan Hemrå
Das ist nicht immer leicht, da meine Arbeitszeiten oft unregelmäßig sind. Zu Hause versuche ich das zu kompensieren, indem ich den Kindern bei den Hausaufgaben helfe, ihnen abends vorlese und sie ins Bett bringe. Ich versuche mir auch die Wochenenden frei zu halten und mir keine Arbeit mit nach Hause zu nehmen.
Als die Kinder noch klein waren, musste meine Frau sehr viel übernehmen, aber als ich in Elternzeit war, habe ich sämtliche Alltagsaufgaben übernommen.

Johan Ekerhult
Da meine Frau auch Vollzeit arbeitet, ist es schon eine große Herausforderung. Das Diplomatenleben ist nicht dafür ausgelegt, dass beide Eltern arbeiten, aber wir versuchen flexible Lösungen zu finden. In Schweden gibt es ein Grundverständnis dafür, dass beide Elternteile arbeiten und die Gesellschaft ist darauf eingerichtet. Das vermissen wir oft, wenn wir im Ausland leben.

 

Hier erfahren Sie mehr über Schwedens feministische Regierung: A Feminist Government

Mehr über Schweden und Gleichstellung erfahren Sie hier: Sweden and gender equality

 

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