Neben der schwedischen Botschafterin Ruth Jacoby präsentierten Vertreter des Auswärtigen Amts, des Bundeswirtschaftsministeriums und der Europäischen Kommission die Herausforderungen der schwedischen Ratspräsidentschaft aus ihrer Sicht und stellten sich den Fragen der zahlreichen Gäste.
Zu den Herausforderungen der Ratspräsidentschaft herrschte große Einigkeit auf dem Podium. Botschafterin Jacoby benannte die drei großen Herausforderungen der schwedischen Ratspräsidentschaft: Die Finanzkrise mit steigender Arbeitslosigkeit in allen Mitgliedsländern, den Klimawandel und schließlich die institutionelle Veränderung und Erneuerung der EU durch die bevorstehenden Ratifizierung des Lissabonprogramms und die Benennung einer neuen Kommission. Das Stockholm-Programm für Justiz und Inneres sowie die Ostseestrategie sind wichtige selbst gewählte Prioritäten.
Das engagierte Publikum war im Dialog vor allem an den Bereichen Finanzkrise, Protektionismus, nationale/europäische Kompetenzen und Klimaschutz interessiert.
Das Netzwerk Europäische Bewegung präsentierte außerdem die Ergebnisse der Halbjahresumfrage unter deutschen Interessengruppen zur schwedischen Ratspräsidentschaft: Die Befragten bewerten die Ordnung der Finanzmärkte mit der höchsten Priorität, sie erwarten eine Europäisierung Berlins durch die Ratifizierung des Lissabonvertrages, und fordern, dass die Arbeit des Europäischen Parlaments in Berlin stärker sichtbar wird. Die Ergebnisse der Befragung finden sie ausführlicher auf der Homepage des Netzwerk Europäische Bewegung:> www.europaeische-bewegung.de
Das Programm der schwedischen Ratspräsidentschaft auf Deutsch finden Sie rechts. Transparenz ist für die schwedische Ratspräsidentschaft von hoher Priorität – vor dem Hintergrund abnehmender Wahlbeteiligung ist die Möglichkeit für die Allgemeinheit, Einblick zu nehmen, entscheidend. Auf der Homepage der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft soll Europa für die Mitglieder so deutlich und zugänglich wie möglich sein:> www.se2009.eu