Zum traditionellen Besuch des Kammerchors des Stockholmer Musikgymnasiums gesellte sich in diesem Jahr spanischer Gesang, der zum stimmungvollen Ausklang der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft beitrug. Als die Lichter erloschen, verstummten die fast 600 erwartungsvollen Gäste und Lucia schritt mit ihrem Gefolge die Treppen hinunter. Dabei erklangen traditionelle Lieder in für viele Gäste völlig neuen Arrangements. Exotisch nicht nur für die deutschen sondern auch für die schwedischen Gäste.Den Chor erwarteten hektische, aber auch inhaltsreiche Tage in Berlin. Am Dienstagmorgen besuchte Lucia mit ihrem Gefolge das deutsche Auswärtige Amt. Danach unternahmen die Chormitglieder einen Standrundgang. Auf der Wunschliste ganz oben: "Wir wollen die Mauer sehen!" Zum Höhepunkt wurde für die meisten das Konzert im Berliner Dom am Dienstagabend. Viele Berliner nutzten die Gelegenheit, "die schwedische Lichterkönigin" und ihr Gefolge zu sehen und zu hören. Der Dom war so gut wie voll, als Dirigentin Helene Stureborg dem Chor das Zeichen für den Einzug gab. Nach dem Konzert blieben noch viele Gäste, um mit den Luciajungfern und Sternknaben ins Gespräch zu kommen und für eine ersehnte Stunde der Stille und Konzentration zu danken, in der die Töne von ”Es ist ein Ros entsprungen” so lange im Raum schweben durften, bis die Zeit für einen Augenblick wirklich still zu stehen schien - etwas, was sich viele wünschen, wenn die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest am intensivsten sind.Die Jugendlichen des Chors waren ihrerseits glücklich über den Verkauf aller mitgebrachten CDs und packten ihre Kränze, Hüte und Kerzenstummel ein, um weiterzuziehen zum Nachfest im Hotel Berlin Berlin.
Foto: v.l. Peter Tempel - Referatsleiter der Europaeinheit des Auswärtigen Amtes, Peter von Reibnitz - Referatsleiter der Kultureinheit des Auswärtigen Amtes, Ruth Jacoby - Schwedische Botschafterin und einige Mitglieder des "Stockholms Musikgymnasiums Kammarkör"